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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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Diese Gastfreundschaft zu vergelten, lud Raymond denFürsten von Pomps ein, ihn mit einem gewählten, jedoch aberbeschränkten Gefolge während der Christfeiertage auf seinerBurg Ksiäs ckouloureuse zu besuchen, die einige Alterthums-forschcr mit der Burg llolune an dem Flusse gleichen Namenszu idcntifiziren gesucht haben; allein die Länge der Zeit undeinige geographische Schwierigkeiten setzen diese sinnreiche Con-jectur einigermaßen in Zweifel-

Als der Walliser über die Zugbrücke ging, machte seintreuer Barde die Bemerkung, daß ihn eine unwillkürlicheschauderhafte Bewegung anwandelte; auch zweifelte der welt-erfahrene und mit dem Charakter seines Herrn wohl bekannteCadwallon nicht, daß in diesem Augenblicke die anscheinendeMöglichkeit, die Veste, die schon so lange der Gegenstandseiner sehnlichsten Wünsche gewesen war, selbst mit Verletzungseines Ehrenwortes zu erobern, den tiefsten Eindruck auf ihngemacht hatte. Fürchtend, der Kampf, den das Gewissen sei-nes Herrn mit seinem Ehrgeize bestand, möchte ein für seinenRuhm ungünstiges Ende nehmen, suchte der Barde seine Auf-merksamkeit zu erregen, indem er ihm in ihrer Landessprachedie Worte zuflüsterte:die Zähne, welche am schärfsten beißen,find dem Auge verborgen." Gwenwyn blickte umher und be-merkte, daß, obschon nur unbewaffnete Schildknappen undPagen sich in dem Hofraume zeigten, doch die Thürme undZinnen mit zahlreichen Bogenschützen und Bewaffneten besetztwaren.

Man schritt zum Schmause, Gwenwyn sah bei demselbenzum Erstenmale Eveline Verenger, das einzige Kind des nor-männjschen Burgherrn, die Erbin seiner Güter und seinermuthmaßlichen Schätze, erst sechzehn Jahre alt und das schönsteFräulein an den walliser Gränzcn- Schon manche Lanze war