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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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nnt Beistand meines künftigen Eidams zu Tage för-dern kann."

So in die Enge getrieben, entschloß sich endlich HerrMax, das nächtliche Abenteuer zu bestehen.

9.

Das erwartete man im linken Flügel, und traf diethätigsten Anstalten, die Schatzgräber zu empfangen.Jakob (der bei der Artillerie gedient hatte und in derFeucrwerkskunst erfahren war) wühlte schon in derNacht vorher wie ein Maulwurf zwilchen den Trüm-mern, grub Minen und füllte sie mit Pulver. DerHauptmann nähte seinen großen Hetzhund in eineschwarze Bärenhaut ein und schuf ihm ein paar flam-mende Augen. Wingolf reimte einen Bannfluch, derdurch ein Sprachrohr erschallen sollte. Der Schatzkes-sel ward gefüllt; aber vor der Hand nur mit Steinen,damit den Glücksrittern wenn sie etwa mehr Muthhätten, als man ihnen zutraute keine Beute vonWerth in die Hände falle. Um sie jedoch anzukirren,bedeckte man oie Steine mit einer dünnen Schicht alterThaler, und trug, als es Abend geworden war, denKessel an den Ort, wo das Flämmchen gebrannt hatte.

Indessen war Herr von Horneck beschäftigt, den Muthseines Knappen zu stärken. Aber je höher die Nachtstieg, desto tiefer sank Maxens Herz. Es schmeckte ihmweder Speise noch Trank, und er verlor alle Lust, mitAmalien zu kosen.

Gegen zehn Uhr befahl ihr der Vater, wie allen sei-nen Leuten, zu Bett zu gehen. Sie wünschte ihm mitschwerem Herzen eine gute Nacht.Die haben wir ge-