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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Seite
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dvn Gänsewitz einen bedeutenden Augcnwink.Du wirstsehen, Malchen, daß wir beide morgen früh recht mun-ter und fröhlich sind." Armer Vater! dachte sie,und hustete in den linken Flügel hinüber, um für ihnnochmals bei dem Onkel zu bitten.

Dieser beruhigte sie und eilte mit seinen Bundesge-nossen an den Tummelplatz. Eine Hinterthür führte siedahin, ohne daß es aus den Fenstern des rechten Flü-gels bemerkt werden konnte. Es war daher so wenigVorsicht nöthig, daß sie sich sogar von dem maskirtenBullenbeißer vorleuchten ließen, dem sein Herr ein Paarkleine Laternen, die in der Finsterniß wie Feueraugenfunkeln sollten, an den Kopf gebunden hatte.

Halb zwölf Uhr befand sich Max völlig im Zustandeeines Miffethäters, der zum Hochgerichte geführt wer-den soll. Er war bleich wie ein Todtcnkopf; alle seineGebeine zitterten; das Herz schlug ihm wie ein Ham-mer; und als er jetzt den Gang zum alten Thurme an-treten sollte, gab er plötzlich die Erklärung von sich,er wolle dem Fräulein entsagen uns lieber zeitlebensunverehlicht bleiben, als sich einer Frau wegen in Leib-und Lebensgefahr begeben.

Rappelt's in Ihrem Kopfe?" fuhr ihn Horneck an.Hätten Sie mir das heute Mittag gesagt, so konntenSie laufen, wohin Sie wollten; aber nun müssen Siemitgehen, oder ich verwickle Sie in einen Prozeß, derIhnen den letzten Ziegel auf dem Dache kostet."

Wie käm' ich denn dazu?" stammelte Max.

Das werden Ihnen die Advokaten schon sagen! Glau-ben Sie nicht, daß es einen artigen Rechtshandel ab-geben wird, wenn ich Sie über den Verlust eines Scha-