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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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317
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habe schon einen gefunden, der uns nicht irre führenwird."

Albert und Amalie baten um Entdeckung seines Vor-habens.

Könnt ihr schweigen?"

Sie versicherten das.

Nun, so hört! Mein Herr Bruder ist mit Ehren zumelden ein abergläubiger Schwachkopf, dem die Pro-phezeiung eines alten Weibes, daß er einst hier imSchlosse einen Schatz finden werde, seit dreißig odervierzig Jahren noch im Gehirn spukt. Sie soll endlicherfüllt werde», diese Prophezeiung. Er soll meine drei-ßig tausend Thaler als einen Schatz finden. Aber wahr-scheinlich läuft der erste Versuch der Hebung nicht ohneSchrecke» ab, und Herr von Gänsewitz kommt allemVermuthen und meiner Absicht nach auch mit dabei soin's Gedränge, daß er uns nicht weiter mit Heiraths-gedanken in den Weg'treten wird."

O, ich bitte Sie, bester Onkel," sprach Malchcn,thun Sie meinem Vater nichts zu Leide! Es schmerztmich, daß er wie soll ich's gleich nennen? sohinter's Licht geführt werden soll."

Papcrlapap! Wen» man hinter',» Lichte eine Pfannevoll Gold findet, so kann man sich wohl dahin führenlassen. Trag' Du nur keine Sorge! Du kennst michals einen ehrlichen Mann. Ich verabscheue Arglist undRänke. Was ich mit Deinem Vater im Schilde führe,ist ein frommer Betrug. Wenn die Löwenhaut nichtzureichen will, sagt das Sprichwort, muß man einenFuchsbalg daran nähen."

Halb aus Neugier, halb aus Besorgniß für ihren