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Nichten! — Mein Bruder wurde ganz anders spekuli-ren, und zu sich selbst sagen: Nun, es ist recht schön,daß der Hauptmann so reich ward. Sein Geld entgehtdir und deiner Tochter auf keine Weise. Wir beerbenihn, er sterbe, wenn er wolle. Du brauchst deßhalbden Herrn von Gänsewitz, der dreifach so viel Vermö-gen hat, nicht vor den Kopf zu stoßen. — Seht Kin-der, so würde mein Herr Bruder spintisiren, und wirständen trotz meinem schönen amerikanischen Gelde aufdem alte» Flecke." —
Albert gab ihm Recht. Amalie hingegen vertheidigteihren Vater und wollte ihm einen so hohen Grad vonEigennutz nicht zutrauen. „Allenfalls," sagte sie, „könnteman anch den Gedanken, das Geld einst zu erben, imvoraus begegnen."
„Nun, wie denn etwa?" fragte der Hauplmann.
„Wenn Sie, lieber Onkel, Ihr uns zugedachtes groß-müthiges Geschenk Alberten allein ertheilcn. Dan» ver-schwindet die Erbschastshoffnung, und Albert ist so reich,daß ihn mein Vater gewiß nicht als Schwiegersohnverschmähen wird."
„Wollte nur das Ei nicht klüger seyn als die Hennel"ries der Kapitän. „An die Erbschaft wäre dann frei-lich nicht mehr zu denken; aber Dein Vater würde Dirdennoch den Herrn von Gänsewitz aufzwingen, weil die-ser Duns ein großes schuldenfreies Rittergut besitzt.Das alles Hab' ich schon überlegt und gesagt, undDeine Weisheit, Fräulein Nichte, drasch leeres Stroh."
Matchen verstummte.
„Es ist kein anderer Rath," fuhr er fort, „wir müs-sen auf einem Schleifwege zum Ziele gehen, und ich