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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Vater fragte Matchen, wie, wenn und wo die Schatz-hebung geschehen solle.

Das bleibt vor der Hand mein und Wingolfs Ge-heimnißantwortete der Onkel.Du hast bei derSache nichts zu lhun, als mir eine» Hauptschlüssel zuschaffen, mit dem ich in der künftigen Nacht alle Thü-ren bis in's Schlafzimmer meines Bruders öffnen kann."

Ach Gott!" seufzte Malchen.Mir wird bei die-sen Anstalten ganz bang um's Herz!"

Zieräffchen!" rief der Hauptman».Machst Dirwohl gar Scrupel, mir den Hauprschlüssel anzuverlrauen? Diefe Gewissensangst will ich Dir ersparen. Hierliegt gleich so ein Schlüssel, wie ich ihn brauche. Ichstecke ihn ein, Du magst es erlaube» wollen oder nicht.Ihr habt mehr dergleichen, das weiß ich. Der Vaterwird ihn nicht vermissen."

Und indem er so sprach, war der Schlüssel schon inseiner Tasche. Er empfahl dem Fräulein nochmalsVerschwiegenheit, und eilte mit Alberten in sein Revierzurück, um sich nicht von seinem Bruder, dessen Heim-kunft bald zu erwarten war, überraschen zu lassen.

7 .

Der Tag verging im rechten Flügel unter väterlichenErmahnungen, den Junker Max morgen als Bcäuligamwohl zu empfangen. Herr von Hocneck hakte ihn aufden folgenden Tag zur Tafel geladen, um den Handelvollends mit ihm abzufchließen.

Malchen verhielt sich leibend, sagte weder Ja nochNein, und verließ sich ganz auf ihren Onkel. Diewrmachte indessen mit seinem Jakob mancherlei Anstalten