scwitzischen Kopfs, auf welchem ein feuriger Busch vonrotben Haaren brannte, einem Kürbis ähnlich. DieAugen schienen, wenn man sie in der Ferne sah, vorschmachtender Sehnsucht halb geschlossen; doch in derNähe waren sie so klein, so schmal und so trübe, wieman sie bei einein gewissen unsauber» Thiere findet,das in der-ganzen Schöpfung wohl am wenigsten aufSchönheit Anspruch machen darf.
Herr von Gänsewitz war mit einem Worte von derFußsohle bis zur Scheitel eine widerwärtige Mißge-stalt, und für Amalien ei» wahrer Popanz, mit demman sie fürchten machen konnte. Er hatte sie währenddes ganzen Winters durch seine Erscheinung nicht er-schreckt; doch vorher kam er sehr oft und geberdete sichauf eine komische Art als ihr Verehrer. Herr vonHorneck hatte seine herzliche Freude daran, und wünschtesich ihn zum Schwiegersohn; aber indem er von Tagezu Tage die Brautwerbung erwartete, brach Max seineBesuche ab und dachte nicht weiter an das Fräulein,weil ihn die derber» Reize einer koloffalischen Viehmagdgefesselt hatten.
Diese edle Liebschaft war nun zu Ende, und er wolltebei Amalien den abgerissenen Faden seiner Zärtlichkeitwieder anknllpfen. Allein ungeachtet ihn die Natur miteinem ungeheuer großen Munde begabt hatte, so wardes ihm dennoch sehr schwer, ein Wort herauszuarbeiken,wenn es darauf ankam, mit einem ander» Frauenzim-mer als einer Stallnymphe zu sprechen. In dieser Ver-legenheit befand er sich besonders jetzt, da er sich imHorneck'schen Hause so selten gemacht hatte, uno fastein Fremdling darin geworden war.
Aber der Schlaukopf hatte sich darauf vorbereitet.