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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Deinen Burgunder wie ein König geschlafen und einenherrlichen Traum gehabt. Ich fand in meinem Hofedort bei dem eingcstürzten Thurm einen Schatz. Eswar ein großer, großer Kessel von Gold und Silber.Ich könnt' ihn aus der Höhle, worin er steckte, nichtallein herausheben, und plagte mich lange vergebensdamit. Endlich kam Albert und hals mir. Wir tru-gen das schwere Gefäß mit einander in mein Schlaf-zimmer; aber indem ich anfangen wollte, das Geld zuzählen, erwacht' ich."

Der Hauptmann legte diesen Traum zum Vortheilder Liebende» aus, und versetzte durch lustige Einfälleseinen Bruder in einen so gute» Humor, daß er in derGeschwindigkeit ein Frühstück anstellte, Alberten dazueinladen ließ und freundlicher als jemals mit ihm sprach.Die Bewohner des rechten und des linken Flügels blie-ben bis gegen Mittag fröhlich beisammen.

Als der Hauptmann und sein Gastsreund, der Husar,wieder Abschied genommen hatten, bekam Herr vonHvrneck, der ältere, einen unerwarteten Besuch vomJunker Map von Gänsewitz, der in der Nähe ein be-trächtliches Landgut besaß. Er war ein junger, vonGesundheit strotzender Mann, zwischen zwanzig und drei-ßig Jahren, dessen kurze, stammhafte Leibcsgestalt ei-nem Kegel glich. Neberhaupt konnte wohl nur einBlinder ihn schön finden. Ein Paar große Pausbackengaben ihm das Ansehen eines beständigen Posaunenblä-sers, und drängten sich über ein armes winziges Stumpf-näschen, das zwischen ihnen steckte, so übermüthig her-vor, daß es nnr von vorn sichtbar blieb. Sie schütztenes freilich von beiden Seiten vor rauhen Winden; aberihre Aufgeblasenheit machte das Profil des dicken Gän-