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„Ei, so eil» Bettelprinz hat viel zu verschenken!"siel der Landjunker ein. „Aber es wundert mich nicht,daß Du ihn deßhalb so herausstreichst. Jedem Narrengefällt seine Kappe. Du redest einem Verschwender dasWort, weil Du selbst ein Verschwender gewesen bistund den Rest Deines Erbtheils euiein liederlichen Freundaufgeopfert hast." —
Dieser Vorwurf spielte auf eine Bürgschaft von fünf-zehn tausend Thalern an, die der Hauptmann, als ernoch in der Armee diente, für einen Kameraden, Na-mens Wingolf, geleistet hatte, der ein edler Mensch,aber unbesonnen freigebig war, und sich von eigennützi-gen Freunden um sein ganzes ansehnliches Vermögenbringe» ließ. Er fiel dann Wucherern in die Klauen,und gerieth in ein so tiefes Labyrinth, daß er nichtmehr zu retten war. Aus Verzweiflung ging er nachAmerika, und der Hauptmann, der die verbürgte Summebezahlen mußte, hatte nun seit zwanzig Jahren nichtsvon ihm gehört. Er hielt ihn für tobt; aber sein An-denken war ihm noch werth, und er verrheidigte ihnmit Wärme, so oft sein Bruder (der doch bei der un-glücklichen Bürgschaft keinen Kreuzer verlor) diese Sacheaufls Tapet brachte.
„Laß doch endlich de» armen Wingolf in Ruhe!"ries der Hauptmann auch jetzt. „Du hast nie erfahren,was Geldnvth heißt, und rechnest Dir Dein zusammen-gehaltenes Vermögen als eine Lugend an; es ist aber,wahrlich! keine Kunst, nicht zu straucheln, wenn manLen Fuß nicht von vec Stelle bewegt. Du hast DeinLeven lang hier auf dem Schlosse gesessen; da konntenDich freilich die Irrlichter der großen Welt in keinenAbgrund locken. — Ei nun, wohl Dir! — Denkst Du