der Liebende», hatte nichts zu thun, als zu trösten.Doch, damit nicht zufrieden, drangen sie mit vereintenBitten in ihn, ihr Fürsprecher und Heiratsvermittlerbei seinem Bruder zu werden.
„Ihr commandirt mich zu einer schweren Attaque!"antwortete er. „Allein was kann ich Euch abschlagen?Ich muß wohl sehen, was ich ausrichte." —
Er beschloß, gegen die Felsenfeste, die er erobernwollte, mit Burgunderflaschen anzurücken, und wähltezu dieser Unternehmung den nächsten Abens.
„Em vortreffliches Weinchen!" rief der Landjunkeraus, als sie ein Weilchen gezecht halten. „AVer ge-steh's nur. Du alter Haudegen, Du traktirst mich nichtumsonst! Du hast irgend eine Kriegslist im Kopse!"
„Nichts weniger als das!" antwortete der Haupt-mann. „AVer ein ehrliches und aufrichtiges Wort hav'ich mit Dir zu sprechen. Nur glaube nicht, daß ichDich benebeln will, sonst schaffen wir Flaschen und Glä-ser der Seite."
„Nein, nein!" rief der Gast, und hielt die Flasche,die vor ihm stand, mit beiden Händen, den» er trankfür sein Leben gern Burgunder, wenn er ihn nichtskostete.
Der Freiwcrber machte nun seinen Vortrag; alleinder Brautvater unterbrach ihn hitzig und wollte nichtsdavon hören. Jener ließ sich jedoch nicht so gleich einSchloß vor den Mund legen, sondern rühmte AlbertsEdelsinn und Tapferkeit, und erzählte von ihm vieleschöne Handlungen, wie er sich im Kriege menschen-freundlich betragen, Plünderungen verhütet und Ge-plünderten ihren Verlust aus eigenen Mitteln ersetzthabe.