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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Seite
303
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doch mit einem Wunder zugehen muffen, wenn ihreZaubergestalk nicht von andern Augen mit wärmernEmpfindungen angesehen worden wäre. Nein, so blindwaren die Menschen nicht. Ein gewisser Albert vonLöbnitz hatte beinahe für nichts anders in der WeltAngen.

Er war ein weitläuftiger Verwandter Amaliens, dienteals Lieutenant bei einem Husarenrcgimente, und befandsich auf Urlaub beim Hanptmann, denn dessen Bruderliebte keine Gäste, am wenigsten solche, die sich mitRossen und Knechte» ans halbe Jahre eingnartirten.Wenn so ein Schmarotzer, so ei» Krippenreiter," spracher,ans der Bärenhaut liegen will, so mag ich sie we-nigstens nicht dazu hergeben." Das war seine Er-klärung, als Albert schriftlich um die Eclaubniß bat,ihn besuchen zu dürfen; und es fehlte nicht viel, sohätte der junge Mann diesen Bescheid in einem unfran-kirten Briefe zur Antwort erhallen.

Aber der Hauptmann, der ihn wie seinen Sohn liebte,schlug sich ins Mittel und schrieb ihm:Komm, braverJunge, komm getrost mit Deinem ganzen Marstall inunser Schloß! Kehr' aber nicht im rechten Flügel ein!Dort spukt ein Kobold, der keine Gäste leidet. Wohnebei mir im linken! Da ist zwar Schmalhans Küchen-meister; er kocht aber das treffliche Gericht Gern ge-fehlt."

Amalie freute sich sehr auf den Herrn Vetter, undnahm sich vor, ihm mit offenen Armen entgegen zu flie-gen. Sie halte ihn seit siebe» Jahren nicht gesehen.Damals war sie ein Kind und er ein junger Aufschöß-ling, der noch keinen Husarenpelz trug.

Am Tage seines Einzuges, den er im Aumeldungs-