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Nationcn stammten, durch seinen gebildeten Anstand sehrauszeichnete und wirklich die Zierde der Gesellschaft war.
Als er sich aber ein Jahr lang mit ihr Herumgetrie-ben hatte, scheiterte sie; die Trümmer zerstreuten sich,und er mußte nun auch ein neues Unterkommen suchen.
Er hörte, daß sich in der Entfernung einer Tagereiseeine andere mimische Bande befinde, und ging dahin,um ihr seine willige» Dienste anzubieten. Es war schonAbend, als ec in dem Städtchen anlangte, wo sie sichaufhielt. Er fand in der Herberge, wo er einkehrte,de» geschriebenen Komödienzettel an die Thür geheftet.„Der Ritter mir der lange» Nase — eine Tragikomö-die in fünf Aufzügen" — war angeküudigt. Er kannteLieß Meisterstück, hatte oft darin gespielt, und der lang-uasige Ritter Tamborino war sogar eine seiner Haupt-rollen. Das machte ihn neugierig, die Vorstellung zusehen.
Der Schauplatz war, wie gewöhnlich, im Tempel derThemis — auf dem Rathhause. Lilienfeld — so nanntesich Honig, seitdem er beim Theater war — eilte hin.Der Anfang sollte dem Zettel nach präcise um sechsUhr sehn. Es fehlten nur noch wenige Minuten. Erbeschloß unterwegs, sich sogleich dem Prinzipal der Ge-sellschaft vorzustellen, um als Kunstgenoß das Eintritts-geld zu ersparen.
Es ward, als er sich dem Theater näherte, hinterden Conliffen so entsetzlich geflucht und gewettert, daßihm die Haare zu Berge standen. Er ließ sich aberdennoch durch einen Schauspieler, der ihm aufstieß, beidem Direktor anmclden. Ein vierschrötiger Mann trathastig mit einem glühenden Gesichte aus den Coulisscn
Lmiabein'S sämmtl. Schr. XV. Bo. 19