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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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des Grafen hcransprengten und dem Kutscher Stillstandgeboten. Amarant fuhr wie ein Blitz aus dem Wagenheraus, und lies, um Henrietten unbekümmert, mitmöglichster Geschwindigkeit einem nahen Walde zu;aber die Jäger holten i hn ein, hielten ihn fest, visitir-ten ihn, nahmen ihm den Raub ab und ritten dann,dem Befehl ihres Herrn gemäß, wieder von dannen.Die Reisenden besaßen nun keinen Louisd'or mehr, undmußten ihren Weg zu Fuß fortsetzen, denn der Postillonsagte trotzig:Ich fahre keine Spitzbuben!" und jagtemit seiner Kalesche nach Hause.

Amarant wollte verzweifeln; doch Henriette war imStillen darüber froh, daß die gestohlene Summe anihren rechtmäßigen Herrn zurückkam. Sie hoffte, dießwerde zur Rettung ihres Mannes dienen, und der ein-zige Schaden, der ihm aus dieser Begebenheit entstehe,werde jetzt nur noch der Verlust ihrer Person seyn, dersich leicht übersehe» lasse. Sie war auch so ehrlich, denJagern zu erklären, daß ihr Gatte ganz unschuldig sey.

Doch was half das dem guten Manne! Cs trafihn keiner der gräflichen Diener, die ihm nachsetzten,und er erfuhr nicht, welche Wendung die Sache genom-men hatte. Er wanderte daher immer weiter in dieWelt hinein, begab sich endlich, als sein Geld zur Neigeging und er sich nicht anders zu nähren wußte, untereine reisende Komödiantenbande, und spielte in vielenkleinen Landstä'dtchen mit ungemeinem Beifall. Es warauch nicht zu läugnen, daß er sich vor den übrigenMitgliedern, die sämmtlich aus den Höfen verschiedener