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Es ward ihm bange, sie möchte i» Ohnmacht gefallenseyn und zum Nachtheil seiner Flucht von einem Bor-übergehenden bemerkt worden. Er kehrte um und nahtesich ihr. Sie schluchzte leise und schien mit dem Todezu ringen. Ihr trostloser Zustand rührte den Tiger.Er stellte ihr mit sanfter Stimme vor, daß ihr nun,da wahrscheinlich schon das Schloß in Bewegung sey,nichts übrig bleibe, als so schnell wie möglich mit ihmzu fliehen. Sie lag, durch Seelenangst völlig ermattet,in einer starren Unempfindlichkeit und antwortete nicht.Er hob sie von der Erde empor und trug sie in einnahes Gebüsch. Sie widerstrebte nicht mehr. Er führtesie dann, als sie sich ein wenig erholt hatte, in ein ab-gelegenes Dorf, und miethete dort einen Bauerwagen,der ihn und sie zur nächsten Sladt brachte.
Sie hatten das Schloß ungefähr seit einer Stundeverlassen, als Honig i» der Gecichtsstube Feierabendmachte und nach seinem Wohnzimmer ging. WelcherSchrecken! — Die Thür und der Geldkasten waren of-fen — auf dem Tische brannte ein düsteres, lange nichtgeputztes Licht. — Er stand wie versteinert, und wußtevor Bestürzung nicht, was er thun sollte. Daß sichseine Frau, von der er längst einen schlimmen Streichbefürchtete, mit dem Gelde aus dem Staube gemachthabe, war sein erster Gedanke. Weit konnte sie nichtseyn, das zeigte das Licht. Er hielt es für möglich, sieeinzuholen. Dieß zu versuchen, schien ihm der klügsteRath. Er eilte fort, und nahm sich nicht einmal Zeit,die Thür zu verschließen, oder das Licht außzulöschen.
Unglücklicher Weise schlug er einen falschen Weg ein.