Gesellschastsknättel unter alle» andern Knäueln seinerArt der feinste sey.
Nun fügte sich's, daß der Aristarch von Klatschfeldum dieselbe Zeit, als sein theatralischer Enthusiasmusam stärksten glühte, bei dem Grafen Tarnau ein Ge-schäft hatte und nachher von ihm zur Tafel cingeladenward. Hier ging sein Mund bald von dem über, des-sen das Herz voll war. Er unterhielt die Gesellschaftvon dem Komödienwesen seines Wohnortes, und stießmit aller Macht in die Ruhmtrompete.
Henriette horchte hoch auf und schmeichelte dem Gra-fen auf der Stelle den Entschluß ab, die gerühmtenKünstler auf einige Zeit nach Elsenhain zu berufen.
Der Gast aus Klatschfeld erblaßte, da ihn der Ver-lust seiner Freipäffe in's Theater und zum traulichenKämmerlein der schönen Frau Direktorin so plötzlich be-drohte. Er wollte jetzt den Karren, den er durch un-beschränktes Lob jener Schauspieler in den Sumpf ge-schoben hatte, mit der Hebewinde des Tadels, den erüber einen Tbeil der Truppe aussprach, wieder heraus-arbeiten; allein cs gelang ihm nicht. Henriette hieltihm durch die nagelneue Bemerkung, daß in der Weltnichts vollkommen sey, das Gegengewicht, und der Grasgab noch in seinem Beney» dem Hosrichter (der zugleichsein Sekretär war) den Auftrag, mit dem Direktor Ha-senzwirn in schriftliche Unterhandlungen zu treten.
Honig säumte damit nicht, weil ihm das bisherigeDilettantenspiel ein Dorn im Auge war. Sein Einla-dungsschreiben ging gleich nach der Tafel durch einenreitenden Boten ab, und kam noch eher nach Klatsch-feld, als der betrübte Stadtschreiber, von einem mattenRößlein getragen, dort anlangte.