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seufzte jämmerlich; denn es staub in Gefahr, von derMenge der Zuschauer vollends zu Bode» gedrückt zuwerden. Aber da war keine Schonung. Selbst derwohlbeleibte Herr Bürgermeister und seine nicht minderrunde Gemahlin, die beide allein mehr wogen, als alleSchneider und Leinweber des Städkleins in Summa,wälzte» sich einen Abend wie den andern, mit ihrenFreibillets in der Hand, die stöhnenden Treppen hinauf,und ließen sich sogar, um ihr körperliches Gewicht wäh-rend der Vorstellung noch schwerer zu machen, großeBierflasche» und kalte Küche nachtragen.
An diesem Sturm und Drang war hauptsächlich derStadtschreiber Schuld, der bei seinen Mitbürgern alsein gelehrtes Orakel galt, und gleich nach der erstenVorstellung den entscheidenden Ausspruch that: es gebeauf dem ganzen Erdboden keine so vollendeten Künstlerals Hasenzwirn und seine Gesellen. Das betete die ganzeStadt ihm gläubig nach und ward nun nicht müde, diearniseligen Possenreißer zu sehen und zu bewundern;denn was der Herr Stadtschreiber sagte, das war inKlatschfeld so gut wie eine Stimme vom Himmel. SeineWeisheit hielt man für unfehlbar und seine Unpartei-lichkeit war bewährt. Er genoß zwar ebenfalls einesFreibillets, und dieses Accivenz soll der Sage nach aufmanche Theaterkritiken eine» günstigen Einfluß haben;er war überdieß in die junge und schöne Madame Ha-scnzwirn verliebt, und sei» Freibillet erstreckte sich so-gar bei ihr auf Amors Privattheater: doch alle dieseverdächtigen Umstände hatten auf den unbestechlichenGeschmacksrichter nicht die geringste Einwirkung, sonderner lebte des festen Glaubens, daß der Hasenzwirn'sche