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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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nier, wenn man ihm eine Schulmeisterperücke ausschwa-tzen wollte, dringende Amtsgeschäfte vor.

Es verdroß ihn besonders, daß ihm Niemand angele-gentlicher als seine Hausehre zumuthete, sich durch einsolches Raupennest zu verunstalten.Ei!" rief er eins-nials voll Aerger aus,ich glaube, Du pflanzest miram Ende »och etwas Schlimmers auf den Kopf! DeinHerz ist seit dem Tage, da mir der Präsident das ersteWort von Elscnhai» sagte, durchaus umgeschaffen undwie mit einer Eisrinde überzogen. Bor unserer Heirathwar blos der Mond mein unschuldiger Nebenbuhler;doch jetzt Hab' ich leider andere von einer gefährlicher»Art, und er und ich sind Dir gleichgültig geworden. Ermag jetzt noch so hold und lieblich vom Himmel lächeln.Du siehst ihn nicht an, sondern treibst lieber in einemKreise dampfender Oellampen deine Gaukeleien ; und ichgelte Dir so wenig, daß Du mich blos zum Narren inPossenspielen brauche» willst. Dergleichen Zumuthun-gen muß ich mir zwar von meinem Herrn, dem Gra-fen, gefallen lassen ; aber aus Deinem Munde beleidigensie mich und ich verbitte sie mir."

Henriette lachte, schalt ihn einen Grillenfänger, undblieb wie sie war. Er und der liebe Mond kamen beiihr nicht wieder zu Ehren.

Die Schauspiele in Elscnhain waren ungefähr einJahr lang im Gange, als sich eine Schaar theatralischerZugvögel, deren Führer sich Hascnzwirn nannte, in demnahen Städklein Klatschfeld niederließ und mit allgemei-nem Jubel ausgenommen wurde. Nur das alte Rath-haus, wo Herr Hasenzwirn seine Gaukelbude aufschlug.