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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
266
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Ihr Brief ist ein Meisterstück von .... Sie mögensich selbst denken, was ich ans Höflichkeit verschweige.Doch eine Stelle darin müssen Sie mir noch erklären.Was haben Sie denn für ein Verbrechen gegen michbegangen, das sie zeitlebens bereuen wollen?"

»Ich" antwortete Honig zitternd und stammelnd »ich unterstand mich weil ich oas Unglück hatte,Ew. Gnaden nicht zu kennen, die Hand an meinenDegen zu legen."

An Ihr Lerchenipießcheu?" sagte der Präsident, undlächelte darauf hinab.Das sey Ihnen von Grundder Seele vergeben! Uebrigens aber, Herr Sekretär,taugen wir nicht mehr zusammen. Erschrecken Sienicht! Es ist nicht böse gemeint. Ich muß aber ge-stehen, daß mir der tägliche Anblick eines Mannes, mitdem ich zwei so tragi-komische Auftritte gehabt habe,unerträglich sehn würde. Wir müssen also auf einefreundliche Trennung denken. Sagen Sie mir, könn-ten Sie wohl, wenn ich Ihnen einen bessern und ein-träglichern Posten verschaffte, zweitausend Thaler Cau-tion stellen?"

Das kann ich, gnädiger Herr. So viel beträgt nochaufs Haar der Rest meines väterlichen Erbthcils."

Nun gut, so will ich Ihnen einen Vorschlag thun.Der Graf von Tarnau, der, wie Sie wissen, die großeStandesherrschaft Elsenhain und mehrere Güter besitzt,sucht einen Gerichksverwalter, und hat mich gebeten,ihn mit einem ehrlichen Mann zu besorgen. Er gibtnebst freier Wohnung auf seinem prächtige» Schlossefünfhundert Thaler bestimmten Jahrgchalt; die Acciden-zien und Sporteln belaufen sich vielleicht eben so hoch,und überdem führt sein Justiziar, dem alten Herkom-