men nach, den Titel als Hofrichter. Er muß aber,weil er oft viel Geld unter die Hände bekommt, denerwähnten Vorstand machen. — Was halten Sie vondieser Stelle? Haben Sie Lust dazu?" —
„Ich bin ganz in Extase. Wo soll ich Worte fin-den _"
„Es bedarf nur eines einzigen. Ja oder Nein!"
„So sag' ich mit dem dankbarsten Entzücken — Ja!"
„Das freut mich. Sie sind eine ehrliche Haut; ichkann Sie meinem Freunde, dem Grafen, mit vollemVertrauen empfehlen. — Wollen Sie sich aber nichtvielleicht, ehe wir die Sache ganz richtig machen, mitIhrer Fra^l über diese Veränderung besprechen?"
„Ich brauche das nicht, mein gnädiger Herr. Diegute, sanfte Seele hat keinen andern Willen als denweinigen."
„Beneidenswerther Mann! Sie haben eine seltenePerle gefunden!" — Wir sind also einig. Gehen Sienach Hause und entwerfen Sie eine kurze Bittschriftum Entlassung ihres bisherigen Dienstes. Ich schreibeindessen an den Grafen, und, wenn Sie sonst wollen,können Sie schon in acht Tagen nach Elsenhain «Krei-sen. — Nun ist mir's doch lieb, daß Sie mir meinenHut wieder auslieferten. Ich gab ihn schon verloren;aber auf diese Art will ich ihn gewiß nicht weiteraufs Spiel setzen. Er wird mir immer lieber und wer-ther, und dient mir in der That als ein kleines Cvm-pendium der Moral. Ich habe, seitdem ich ihn aufeine so ungestüme Art von Ihrem Kopfe herablangte,meinen Jähzorn glücklich bezähmt, und will nun auchder Thorheit entsagen, auf meinen gestrigen Wegen zuwandeln. Es ist Zeit, daß ich aufhöre zu schwärmen.