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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
262
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M.

262 so-lang und nach dem letzten' Fenster hin, durch welchesder Abenteurer die Flucht nahm und mit einem raschenSprung entwischte.

Honigmännchen sah ihm durchs offene Fenster nachund rief triumpdirend:Er hinkt! er hinkt!" Eswar ihm, ungeachtet er so entschlossen zu den Waffengriff, ungemein lieb, daß sich der Feind ohne Kampfzurückgezogen hatte.

Er wird sich doch nicht etwa einen Fuß versprungenhaben!" sagte Henriette mit einem kläglichen Tone.

Das war' ihm schon recht!" erwicderte Honig.

O, nicht so lieblos, mein Trauter! Man muß auchseinen Feinden kein Unglück wünschen."

Wohl wahr, mein Täubchen! Aber sieh, ich binverdammt kitzlich an der Stirn, und der Herr Sans-sa?on hatte doch keine andere Absicht, als mir daSchmerzen zu machen. Ich möchte nur wissen, wer erwar."

Henriette erzählte jetzt mit den kleinsten Umständen,was ihr begegnet war, und beschrieb den zudringlichenGast mit der Genauigkeit eines Steckbriefs.Es warein Mann zwischen vierzig und fünfzig Jahren," sagtesie,der sich durch eine lange Habichtsnase, starke, bu-schichte Augenbraunen und eine kahle Platte auf demKopfe sehr auszcichuele."

Gott im Himmel!" ries der Sekretär und taumelte,als ob er ohnmächtig würde, hinter sich aufs Sopha.Er sprang aber plötzlich wieder auf, weil er sich aufetwas Hartes gesetzt hatte. Es war ein Hut. Er eiltedamit ans Licht, besah ihn genau, erblaßte wie eineLeiche, und schlug mit dem Ausruf:O ich unglückli-cher Mann!" die Hände über den: Kopfe zusammen.