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lassen, zu einer und derselben Zeit herumzuschweifen,denn sie konnten den einzigen Rock, den sie hatten, nichttheilen.
In dem Hause, wo unsere Geizigen ein möblirtesZimmer bezogen, versuchte die Dame (die überhauptviel sparsüchtiger war als ihr Gemahl) allerlei listigeVorspiegelungen, um sich freie Kost aus der Wirths-küche ooer wenigstens Speisung um ein Spottgeld zuverschaffen. „Wir sind alte und reiche Leute," sagte sie,„haben keinen nothwendigen Erben und können unserVermögen vermachen, wem wir wollen. Wer uns Wohl-thaken erzeigt und uns wartet und pflegt, der soll'shaben." — Das war jedoch in den Wind geredet. Manließ sich von der Lockstimme des Vogels, den man anseinen Federn kannte, nicht täuschen. Die arme Damemußte sich selbst beköstigen. Sie kaufte, wie man den-ken kann, so wohlfeil als möglich ein und zählte dieErbsen in den Topf. Ihr thenerstes Leckermahl bestandaus Fischen, die auf dem Markte halb verschenkt wur-den, weil sie eines natürliche» Todes gestorben waren.
Der böse Winter machte ihr viel zu schaffen. Siesaß Tage lang und zerschnitzte mit ihrem Tischmefferei» Scheit Brennholz nach dem andern in kleine Span-chcn. Bei dieser Arbeit stellte sie auch ihren Gemahlund ihre Bedienten an. Doch bekam der Ofen von die-sen so niedlich zubereiteten Bissen wenig zu genießen.Er ward in der strengsten Kälte nur Ein Mal des Ta-ges und überdieß so kärglich geheizt, daß er bei dembesten Willen, seine Schuldigkeit zu thun, kaum lauwerden konnte. Die zärtlichen Gatten zankten sich dannum die wärmste Stelle. Es war Schade, daß ihnendie Art, wie vor Zeiten ein reicher, aber sehr geiziger