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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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fer sah er mit seinen leiblichen Augen. Der pfiffigsteFalschmünzer hätte ihn nicht mit einem unechten Pfen-nig hintergehen können. Darum fand man auch aufseinem Zähltische eine Menge Spitzbubengeld, das sichunter ehrliche Münzen gemischt hatte und von seinenFalkenblicken entdeckt worden war, an den Pranger ge-nagelt.

Pauline liebte ihren Freund mit alter Herzlichkeitund Treue; aber sie konnte es sich nicht verhehlen, daßsein neuer Stand sein Gemükh verändert und seine Sit-ten roher gemacht hatte. Er war nicht mehr der liebe-trunkene Schwärmer, der sich vormals, wenn von Aus-sichten der Zukunft die Rede war, hoch und theuer ver-maß, daß er in den Armen seiner Pauline bei Brodund Wasser glücklich sehn und keinen König beneidenwolle. Es bedurfte jetzt lange keines königlichen Ueber-flusses, um seine Unzufriedenheit zum Ausbruch zu rei-ze». Jede armselige Karosse, die er unter dem Fenstervorbeirollen sah, verfolgte er mit Augen der Sehnsucht,und mit dem lauten Wunsche, sie zu besitzen. Er fügtedann noch immer die Betheuerung hinzu, daß er nichtehrer ruhen werde, bis er sich eine Equipage und Be-diente» halten könne. Von der Gesangeukost der ge-nügsamen Liebe wollte er nun vollends gar nichts mehrwissen, sondern sprach von Kellern voll ausländischerWeine, die er sich zulege», und von geschickten Kunst-köchen , die er mit der Zeit von der Erbschaft seinesVaters besolden wollte. Dergleichen windiges Geschwätz,das Pauline täglich zu vernehmen bekam, that ihr weh;denn sie sah, daß sie in seinen Angen nicht mehr diemächtige Fee war, deren Zauberstab wüste Einöden inblühende Paradiese umschaffen konnte. Darüber beklagte