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lustigten den gaffenden Pöbel durch Rodomontaden. Alssie aber die Grenadiers mit Doppelschritten anrücken sa-hen, starb ihnen das wilde Geschrei im Munde; einBramarbas nach dem andern schlich vom Fenster hin-weg und schlug Schnippchen i» der Tasche. Nur dieRädelsführer kämpften gegen ihre Zagheit, und suchtenihre Renommistenehre vor den hohen Zuschauern da-durch zu behaupten, daß sie Stand hielten und sichtbarblieben.
Unser Held stellte sein Häuflein auf der Gaffe inSchlachtordnung, und griff seine Stimme dabei so ge-waltig an, als ob er ein Regiment von dreitausendMann commandire. Dann forderte er die Tumultuan-ten durch eine pathetische Rede (die vorher einstudirtund in dem schwerfälligsten Advokatenstyl abgefaßt war)zur Ergebung auf. Sie weigerten sich aber mit ver-zagtem Trotz, und er befahl nun seinen Truppen, gegendie Schneiderfestung Sturm zu laufen.
Das war, was die Grenadiers wünschten. Sie mach-ten wenig Federlesens. Mit drei oder vier Kolbenstoßenwar die Thür gesprengt, die inwendige hölzerne Ber-schanzung stürzte nieder, die Sturmläufer schritten dar-über hinweg und standen mit angeschlagenem Gewehrvor den zitternden Rebellen, die sich im Hintergründeihres Versammlungssaales wie eine Heerde furchtsamerSchafe in einen Klumpen zusammendrängten.
„Ergebt euch, oder ich commandire Feuer!" rief Feld-Heim, und im Nu fielen mehr als zwanzig arme Sün-der in Todesangst auf die Kniee, hoben flehend dieHände empor, und stöhnten: „Pardon!" — Sie erga-ben sich sammt und sonders auf Gnade oder Ungnadeund ließen sich gefangen hinwegführen.