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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
210
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Sohne diesen Lorbeer zuzuwenden. So erfolgte dieOrdre:Der Korporal Feldheim soll mit fünfundzwan-zig Mann gegen die Schnciderherberge anriicken, dieRebellen zur Ergebung auffordern, und wenn Güte nichtsfruchte, Gewalt brauchen."

Dieser hohe Befehl erregte ein allgemeines Staunenunter dem Kriegsvolke und seinen Hauptlcuten. Manfand es höchst wunderbar, daß einem Unteroffizier, undnoch dazu einem der jüngsten, eine so wichtige Unter-nehmung übertragen, und mehr Mannschaft untergebenward, als sonst Männer seines Schlages zu befehligenbekommen. Es war allerdings der achte Theil der gan-zen Armee! Dennoch wagte man gegen den Feld-marschall keinen offenbaren, sondern blos den verlarvtenWiderspruch, daß ihm einer der vornehmsten Offiziersmit Bescheidenheit zu bedenken gab, ob wohl fünfund-zwanzig Mann hinreichend seyn möchten, eine sechsfachstärkere Rotte zu Paaren zu treiben.

Warum nicht?" entgegnete die Excellenz:DerbraveFeldheim, den ich mit Bedacht wegen seines bisher ge-zeigten Diensteifers durch dieses Commando ehrenvollauszeichnen will, gilt allein für zehn Mann; und sollteer ja gegen das Gesindel nichts ausrichten, so schickenwir ihm einen Offizier mit einem stärkern Corps zumSuccurs."

Eduard setzte sich also mit seiner Schaar in Marsch,und hörte schon von weitem das Jubel- und Freiheits-geschrei der Feinde, die der Fuselflasche tüchtig zugespro-chen und neuen Muth und Begeisterung daraus geschöpfthatten. Mit erdfahlen, verzerrten Gesichtern und zotti-gen Haaren lagen sie, zehn Mann hoch über einander,in den offenen Fenstern ihrer schwarzen Höhle, und be-