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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Nicht nur möglich, sonder» sehr leicht. Du mußtfür's Erste Soldat werden."

Soldat? Gemeiner Soldat?

Ja, durchaus; wenn auch nur auf acht Tage. Dießist schlechterdings zur Rettung meiner Ehre nöthig, weilDu so unvorsichtig warst, in Gegenwart des Unteroffi-ziers mit Entdeckungen zu drohen, die mir unangenehmseyn könnten."

Wer zwang mich dazu, als Sie selbst?

Das ist vorbei. Kurz, es darf Niemand wissen. Nie-mand muthmaßen, daß die Geheimnisse, mit denen DuDich breit machtest, mich selbst betrafen. Dieß würdeman aber errathen, wenn ich Dich auf der Stelle vomKriegsdienste freispräche. Man würde sagen: Du müß-test mir den Daumen tüchtig auf's Auge gesetzt haben,und so weiter. Solches Geschwätz kann ich über michnicht dulden; und es gibt dagegen keinen andern Rath,als daß Du auf eine kurze Zeit Soldat wirst."

Eine harte Forderung ! Doch erklären Sie sich weiter.Die zweite Bedingung meiner Gnade ist Schwei-gen; ewiges, unverbrüchliches Schweigen über das Ge-heimnis; Deiner Geburt. Sobald Du Dich unter-stehst, davon zu sprechen, geht die Reise mit Dir insTollhaus! Hältst Du aber reinen Mund, so verlaßDich darauf, daß ich Dein Glück mache. Ich mag nichtDein Vater heißen, aber ich will es sehn."

Wohl mir, wenn es geschieht! Den Titel Ihres Soh-nes will ich gern entbehren, erfüllen Sie nur die Pflich-ten eines Vaters gegen mich! Doch ich rechne für jetztnoch auf nichts. Mit ähnlichem Versprechen und ähn-lichen Drohungen, als Sie jetzt gegen mich anwenden,lockten und schreckten Sie wechselsweise meine Unglück-