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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Desto besser!" rief Sonnenstei» triumphirend, undwarf die Briefe ins Kaminfeuer.

Eduard sprang hin, um sie zu retten; aber sein Va-ter stieß ihn zurück.Sieh, junger Mensch," sprach ermit einem boshaften Lächeln,hier brennen Deine Be-weise! Du bist entwaffnet und in meiner Gewalt! Ichkann Dich an einen Ort bringen lassen, wo Dich wederSonne noch Mond bescheint; kein Hahn kräht darüber."

Aber ich, versetzte der Jüngling, ich werde schreien,daß man meine Stimme am Throne des Fürsten hörensoll.

Armseliger Trotzer! Das ließe sich Dir wohl verbie-te»! Es kostet mir ein Wort, einen Wink, so bist Dulebendig todt, wirst als ein Wahnsinniger behandelt,und wenn Du Dich meinen Sohn nennst, so zuckt manlächelnd über Dich die Achseln, wie über andere Ver-rückte, die sich für Kaiser und Könige halten."

Allmächtiger Gott! ries Eduard: ich hätte nimmer ge-glaubt, daß ein solcher Unmensch auf Erden lebe, wieich ihn hier in meinem eigenen Vater entdecke!

Schweig, und bringe mich nicht durch solche thea-tralische Tiraden noch mehr ans! Es war jetzt nur da-von die Rede, was ich thun könnte und was vielleichtmancher andere beleidigte Machthaber an meiner Stellethun würde; aber fern sey cs von mir! Es hängt imGegcntheil blos von Dir ab, alle Unannehmlichkeitenzu vermeiden und mich durch Gehorsam gegen meineBefehle zu väterlichen Gesinnungen und Handlungen zubewegen."

Was fordern Sie von mir? Ich werde gehorchen,wenn's möglich ist.