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„Nehmt diesen Menschen in feste Verwahrung! Er istwahnsinnig!"
Die Soldaten umzingelte» Eduarden und wollten ihnfortführen.
Herr Feldmarschall! — rief der Jüngling in einementschlossenen, drohenden Tone: Verfahren Sie nichtauf diese Weise mit mir! Ich kann Ihnen die Gesund-heit meines Verstandes durch gewisse Briefe beweisen.—
„Ha! wieder was Neues! — Nun wird man sichdurch freche Erdichtungen und durch falsche Handschrif-ten vom Kriegsdienste loslügen wollen. Doch — ichwill den Phantasten noch einmal anhörcn. — Soldaten,tretet ab!"
Sonnenstein ging, indem Eduard seine Briefe aus derTasche zog, mit großen Schritten auf und nieder, öff-nete rasch die Thür eines Nebenzimmers und sagte pro-tzig: „Hier herein!"
Er ging voran. Eduard folgte ihm.
Ew. Excellenz — begann Dieser jetzt — erinnern sichkaum wohl noch einer gewissen Marie Feldheim, einerFörsterstochter, die Sie vor einigen zwanzig Jahren ge-liebt, durch ein Eheversprechen getäuscht, zur Muttereines Sohnes gemacht und dann treulos verlassen ha-ben? — Sie ist todt; aber ich — ihr Sohn — kanndieß alles durch gegenwärtige Briefe darkhun. —
Sonncnstein riß sie ihm aus der Hand, ließ einenflüchtigen Blick darauf falle», und fragte zugleich, ohneEduarden anzusehen, in einem nachlässigen, schleppendenTone: „Oie Mutter ist also gestorben?"
Schon vor anderthalb Jahren, antwortete der Jüng-ling.