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Verfolger, so bot er ihnen die Stirn, schlug die Hundeauf die Seite, ging auf den Fürsten los und hieb des-sen Pferd, daß es stürmte. In diesem gefährlichen Au-genblicke stieß Sonnenstein dem grimmigen Thiere, dasseine Hauer schon gegen den Fürsten kehrte, seinen Hirsch-fänger in den Rachen. „Das war brav, Herr Kammer-junker!" — stammelte der gerettete Fürst, und drückteihm dankbar die Hand. Sonnenstein hielt den Titel,den er sich beilegen hörte, für eine» Icrthum der fürst-lichen Angst, und nahm keine weitere Kenniniß davon;aber am folgende» Tage überbrachte ihm ein Feldjägerdas Kammerjunkerspakcnt, nebst einer mit dem Bildnißdes Fürsten gezierten goldnen Dole und einem gnädigenHandschreiben, worin er eingela'den ward, die Residenzfür immer zu seinem Wohnort zu wählen.
Cr eilt nach Hofe, um sich für diese Gnadcnbezcu-gungcn zu bedanken. Der Fürst und dessen Gemahlinempfingen ihn mit der schmeichelhaftesten Freundlichkeit.Sonnenstein war von der Ehre, die ihm widerfuhr,ganz bezaubert. Er vergaß Marien und sein heiligesGelübde, und versprach dem Fürsten, sich seinem Dienstezu widmen.
Als sein Rausch ein wenig verflogen war, dachte ererst wieder an Marien. Wie oft hatte er mit ihr vonstiller, ländlicher Zufriedenheit geträumt! Und nun ent-sagte er auf Ei» Mal der beneidcnswerihen Macht,freier und unabhängiger als ei» König auf seinen Gü-tern zu leben; nun schien es ihm plötzlich ein größeresGlück, der Fürstin die Enveloppe nachzuiragen oder ih-rem Gemahl einen Teller zu reichen. Bei dem allemwar er noch entschlossen, Marien zu heiratheu. Erglaubte, ihre Neigung zum Landleben würde sich von