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unverdächtiger Vorwand zu einer Entfernung von meh-rere! Monaten erfinden. Stumm und unthätig mußteich meinem Schicksal, wie ein Schaf der Schlachtbank,entgegen gehen.
Mein Vater schöpfte bald Argwohn meines Zustan-des , und bestürmte mich mit dringenden Fragen. Ichgestand ihm zu Füße» mein Vergehen. Er gerieth au-ßer sich und behandelte mich grausam. Ich sollte ihmmeinen Verführer nennen: aber ich liebte den Unge-treuen noch, und schwieg standhaft, um ihn nicht zuverlieren, wie er gedroht hatte. Schäumend vor Wuthriß mein Vater eine geladene Flinte von der Wand.In Todesangst stürzte ich zur Thüre hinaus. Die miruachgeschickre Kugel pfiff neben mir vorbei.
Es war Abend. Ich floh dem nächsten Felde zu undwühlte mich tief in das hohe Korn. Hier empfahl ichmeine Seele dem Himmel und erwartete das Ende mei-nes unglücklichen Lebens. Ich befürchtete jeden Augen-blick, mein Vater würde mich mit Spürhunden aufsu-chen und auf der Stelle tödten. Aber er war noch'grausamer, als ich mir ihn vorgestellt halte: er hieltmich keines Schrittes mehr werth, sondern faßte sogleich,wie ich nachher erfuhr, den eisernen Entschluß, michauf ewig zu verstoße» und zu vergessen.
Nach Mitternacht ging der Mond auf und strahltemir wieder einigen Muth ins Herz. Ich schlich mitder Hoffnung, daß mein Vater nicht unversöhnlich seynwerde, an die Thüre des Forsthauses und klopfte leise.Aber die Hunde behandelten mich schon wie eine Fremde,schlugen laut an und ließen sich durch meine Stimme,der sie sonst willig folgten, nicht besänftigen. Indemich ihnen noch zurief, ward über mir ein Fenster geöff-