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Geschäfte übernehmen, und konnte mich nicht mehr wiesonst in meinem einsamen Stübchen verschließen. Diejungen Herren umschwärmten mich nun überall, wo sievon meinem Vater nicht beobachtet wurden.
Anfangs waren sie mir insgelammt sehr gleichgültigund ich achtete nicht auf ihr süßes Geschwätz; alleinbald zeichnete mein Herz einen von ihnen aus. Er be-trug sich bei jeder Gelegenheit feiner und gesitteter alsseine Kameraden, und biente mir zum Ableiter ihrer Zu-dringlichkeit, denn er wandte sein Ansehen, in das ersich bei ihnen gesetzt hatte, zu meiner Beschützung an.So entstand zwischen uns eine gegenseitige Freundschaft,dis mit jedem Tage wärmer ward, und unmeckiich biszur Gluth der Liebe stieg.
Ferdinand — ich will jetzt seinen Familiennamen nochverschweigen — drang mir, ungeachtet ich ihm die Un-gleichheit unserer Herkunst vorstellte, ei» feierliches Ehe-versprechen auf. Ich gab der Ueberredung seiner Lei-denschaft nach, und wir wechselten heimlich Leclobungs-ringe. Es geschah in einer einsamen nächtlichen Stunde.Unsere Sinne waren von Liebe berauscht, und die Folge— soll ich sie glücklich oder unglücklich nennen? —war Dein Daseyn.
Einige Monate nach jener Nacht verließ Ferdinand unserHaus, um von den Gütern, die ihm durch den Tod seinesVaters zugesallen waren, Besitz zu nehmen. Er versprachmit den schrecklichsten Eidschwüren, nach wenig Wochenzurückzukommen und mich von meinem Vater zur Ehezu begehren; aber sie verstrich doppelt die bestimmteZeit, und er kam nicht und schrieb nicht. Mit Entsetzenfühlte ich indessen die Wirkung der Verlobungsnacht.Ich meldete ihm dieß in einem Briese, den ich nur mit