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sich in einer deutschen Hauptstadt um sie bewarb, mitFreuden ergriff. Sie bekannte ihm, daß sie eine Toch-ter habe, und er gewährte ihr den Wunsch, das Mäd-chen zu sich zu nehmen.
Dieses Vorhaben eröffnete sie jetzt dem General. „Las-sen Sie uns morgen davon reden!" sprach er. „War-ten Sie vor der Hand, ohne sich Jemanden zu erken-nen zu geben, das Ende des Festes ab, folgen Sic dannEvelinen ins Schulhaus und entdecken Sie sich erst dort!— Ich habe eine gegründete Ursache, Sie um dieseVorsicht zu bitten." —
Und wer erräth diese Ursache nicht? — Er fürchteteSpott und Gelächter, weil er in demselben Augenblicke,da er seinen Gästen eine moralische Vorlesung hielt,an eine eigene Jugendsünde erinnert war. Die gedrohteFortsetzung der Strafpredigt unterblieb daher auch, alser zu ihnen zurückkam, und sie machten sich bald nach-her wieder auf den Weg nach der Hauptstadt.
In der Frühe des folgenden Tages überraschte erMutter und Tochter im Schulhause und schloß Eveli-nen mit väterlicher Zärtlichkeit in seine Arme. Sieschien aber mehr traurig als froh. Er forschte nachder Ursache: das Mädchen schwieg; doch die Mutterverriet!) das Geheimnis. „Das liebe Kind," sagte sie,„kann sich noch nicht in das Glück finden, die Tochtereines vornehmen und reichen Mannes zu sehn, und aufder andern Seite ist der guten Seele bange, daß sienun einem armen Freunde werde entsagen müssen."
„Wer ist dieser Freund?" fragte der General.
„Der Förster Erich," antwortete Charlotte.
„Ich freue mich, daß ich diesen Namen höre," sagteLindenkron. „Erich ist ein edler Mensch und deiner