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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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stand vor der Thür ein Kampf zwischen dem Bedienten,der Wache hielt, und dem jungen Förster Erich, derEvelinen liebte, und ihr gefolgt war, als er sie vomTanzplane weglocken sah. Er überwältigte den Auf-passer, und mit dem Ausruf:Was geht hier vor?"stürzte er ins Zimmer.

Die Dame ließ ihre Beute los und verhüllte sich.Der Jäger, damit nicht zufrieden, drang heftig aufAntwort. Doch eh' er sie bekam, sah er sich von zehnbewaffneten Gerippen umringt, die der Bediente ausihrer Wachstube geholt hatte, um ihn gefangen nehmenzu lassen. Sie rückten tapfer an; aber der Förster batsie wehmüthig: sie möchten ihn nicht nöthigcn, ihr ehr-würdiges Alter zu mißhandeln und sie insgesammt wieKartenhäuser über den Haufen zu stoßen.

Während dieser beweglichen Vorstellung erschien derSchloßcommandant, der von dem Vorfall gehörige Mel-dung erhalten hatte.Was gibt's hier?" fragte seinekräftige Amtsstimme. Erich antwortete: das vermummteWesen auf dem Sopha habe dem Rosenmädchen Ge-walt anthun wollen.Ist das wahr?" rief Solmitzder Maske zu. Sie sprang schweigend auf und wollteentwischen; er hielt sie aber fest und übergab sie denSoldaten, die sie unter feiner Anführung die Treppehinauf in ein leeres Zimmer brachten und sich außenvor der Thüre zur Bewachung stellten. Der General,von der Begebenheit unterrichtet, erhob sich unmuthigvom Spieltisch, um die verhaftete Person zu verhören.Ihm folgten alle männliche Gäste. Nur die Frauenhielt der Anstand zurück.

Indessen hatte sich die Gefangene in den Kammer-herrn Saloni verwandelt. Entschlüpft den Masken-