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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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geschliffenen Säbel, um sich damit gegen jeden, der ihnfesthalten wolle, auf's Aeußerste zu wehren.

Wie froh war er, als Madrid hinter ihm lag! Erverließ, sobald man ihn von dorr nicht mehr sehenkonnte, die Landstraße, und jagte einige Stunde» langauf Kreuz- und Querwegen blind umher. Indem ernun so am Saume eines Waldes hintrabte, hört' erLas Wiehern eines Pferdes. Scheu sah er sich um,und erblickte einen geharnischten Reiter, der aus demGehölz hervor in gestrecktem Galopp auf ihn zukam.Himmel! ein Häscher von der heiligen Hermandad!"ächzte der Flüchtling leise und spornte heftig sein Thier,um dem Lanzenreiter zu entfliehen. Doch im Hui warihm dieser auf dem Nacken. Der Hengst eilte wie ge-flügelt der Stute »ach. Schon berührte die Spitzeder Lanze die Mönchskutte, da zog Sylvester den Sä-bel, warf sein Roß herum, und mit Riesenkraft derVerzweiflung führte er auf die einzige verwundbareBlöße, die er am Halse des Gegners zwischen Helmund Harnisch entdeckte, einen so gewaltigen Streich,daß der Kopf vom Rumpfe flog.

Sieg und neue Flucht waren Eins. Aber noch im-mer donnerten ihm Hufschläge nach. Er schielte zurück;der Ohnekopf war dicht hinter ihm. Mit Grausen stießer seinem Gaul beide Ferse» in die Flanken und sprengteauf das Thor eines vor ihm liegenden Städtchens zu.Er wollte lieber in Menschenhände fallen, als sich demSatan ergeben; denn dafür hielt er nun seinen Ver-folger. Die Schildwache am Thore warf vor Schreckenihre Hellebarde weg und entlief. Er stürmte hinein indie Stadt und ritt alles nieder, was ihm in den Weg