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aufrechter Stellung befestigen zu können, einen alteneisernen Harnisch an, hob ihn in de» Sattel, und ver-band ihn durch Riemen und Stricke so haltbar mit demRosse, daß er wie der tüchtigste Reiter aussah. Dannsetzte ihm der rohe Meuchler eine» Helm mit geschlosse-nem Visir auf den Kopf, schnallte ihm noch zum Ueber-fluß und aus Mnthwillen eine Lanze an den rechtenArm, und vollendete so die Gestalt eines lurnicrfertigenRitters.
Es war die leichteste Sache von der Welt, den ge-harnischten Todte» ohne Aufsehen abzusenoen. Rode-rigo'S Palastgarten erstreckte sich bis an die Stadtmauer,und durch diese hatte der Herzog schon vor mehrernJahren mit Erlaubniß des Königs eine Pforte brechenlassen, um bei Spaziergängen des Umwegs durch dasStadlthor nberhoben zu sehn. Der Hengst ward alsoden Garten entlang geführt, erhielt außerhalb der Pforteeinige Peitschenhiebe, und stürmte brausend fort, alswollt' er den Wind überfliegen.
Indem man auf diese Weise geschäftig war, Shl-vestern von aller Gefahr zu befreien, zitterte er in sei-ner Zelle vor Verhaftung und dem Blutgerüste. DiePhantasie der Angst ließ ihn von Zeit zu Zeit vor seinerThür ein Getümmel von Schergen hören. Er glaubtediesen Schrecknissen nur durch eine schleunige Fluchtentrinne» zu können. Mit diesem Entschlüsse ging er,als der Morgen anbrach, zu dem Klosterverwalter underbat sich ein Reitpferd, unter dem Vorgeben, daß ereinen Freund auf dem Lande besuchen wolle. Es wardihm eine Stute gesattelt. Er schwang sich darauf, rittvor einen Schwertsegerladen und kaufte einen scharf-