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kam. Der kopflose Unhold hetzte ihn aus einer Straßein die andere. Wie versteinert sahen die Einwohnerdem gräßlichen Schauspiele zu. Endlich stürzte Syl-vesters entathmctes Roß unter ihm. Er raffte sich ge-schwind wieder auf und lief schreiend: „Ich bin einMörder!" zu einem nahen Wachhause, wo man ihngefangen nahm.
Isidors Kopf, den ein Reisender auf dem Kampfplatzegefunden hatte, ward kurz nachher in die Stadt ge-bracht, und der gefangene Mönch noch an demselbenTage dem peinlichen Gerichte zu Madriv überliefert.Sein Einzug in Begleitung des Tobten, de» man un-verrückt auf seinem Hengste sitzen ließ, verursachte einenUngeheuern Zusammenlauf. Der Herzog erfuhr sofortden wunderbaren Vorfall. Er übersah schnell, daß nunsein Meuchelmord nicht unentdeckk bleiben konnte; daherwarf er sich ohne Verzug dem Könige zu Füßen, ge-stand sein Verbrechen, und bat, mit Anführung allermildernden Umstände, um Begnadigung. Der Monarchertheilte sie seinem Liebling, und verwies ihn blos ei-nige Monate lang als Gefangenen auf eine Festung. *
Es lügt sich wegen mangelnder Nachrichten nicht anS-mittein , welcher König von Spanien dieses gelinde Ur-theil sprach. Nur so viel ist gewiß, daß es nicht Phi-lipp der Dritte war. Unter dessen Negiernng wäre derMörder eines Mönchs Nicht so straflos geblieben. Dashätte die heilige Jngnisiiiv» nicht geduldet i denn Phi-lipp war selbst in einem so hohen Krade ihr Sclav,daß der Obcrketzerrichrer ihm eine Thräne des Mitleids,die er einst bei einem ^uto ein b'ä vergossen harte, znmVerbrechen machen und sein eigenes Blut dafür forderndurfte. Der König mnßre sich eine Ader öffnen lassen,und sein Blut — ward verbrannt.