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Der Herzog drang auf Vorzeigung dieses Blattes.Es fanv sich unglücklicher Weise noch unter ihren Pa-pieren. Er durchlief es mit wilden Blicken, und be-fahl: sie solle den Mönch sogleich zu einer geheimennächtlichen Unterredung iu den Palast schriftlich ein-laden. Fußfällig, aber vergebens, hat sie tun Schonung.Der Dolch zwang sie zum Gehorsam. Sie schrieb, wasihr der Wülherich in die Feder sagte. Isidor ward inschmeichelhaften Ausdrücken beschiedeu, sich mit demGlockenschlage der cilften Stunde an der Hinterpfortedes Palastes einzufindcn. Diese giftige Lockspeise über-brachte ihm ein vertrauter herzoglicher Diener; nndeben derselbe empfing nachher in der Nacht, als Kam-merfrau verkleidet, den verblendeten Thoren an derPforte und führte ihn eine Schneckcnkreppe hinauf inein schwachbeleuchtetes Gemach, wo er, dem Vorgebennach, die Herzogin erwarten sollte.
Einsam träumte er sich fünf Minuten laug in einParadies der Liebe. Die seligsten und — letzten Au-genblicke seines Lebens! Der Herzog und ein Mord-gehülfe, der schon die Rollen des Briefträgers und derKammerfrau gespielt hatte, stürzten ins Zimmer, warfensich über den Unglücklichen her und erdrosselten ihn.
Sie hatten schon vorher im gehaltenen Blutrathebeschlossen, was sie mit dem Leichnam beginnen wollten.Der Mordknecht trug ihn in einem Sacke nach deinnahen Franziskanerklostcr, worin er jeden Winkel kannte.Er öffnete mit einem Nachschlüssel einen öden Hinterhof,setzte den Todtcn, als schlief' er, auf eine steinerneBank, und schlich unbemerkt wieder zurück.
Aus diesem Hofe lief ein langer gewölbter Kreuz-gang in das Innere des Klosters, und zunächst nach