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ster vergönnte, übersah in diesen Momenten den rast-losen Straßenläufcr uni so mehr, da sie ihn in derKirche kaum angeblickt hatte und sich seiner Gestaltnicht mehr erinnerte.
Erst nach zwei ober drei Tagen war er so glücklich,einen fluchtigen Strahl ihrer Augen auf sich deuten zukönnen. Cr blieb stehen und machte eine Verbeugung,die sich wegen ihrer außerordentlichen Tiefe und langenDauer ungeniein po sierlich ausnahm. Die Herzoginkonnte sich eines unwillkürlichen Lächelns nicht enthalten,und trat mit einer leichten Kvpfneigung vom Fensterzurück, indem ihr eben ei» »euer Bückling, der seinemVorgänger nichts nachgab, zugeferkiget wurde. Derhöfliche Mönch richtete lang'am sein Haupt von derErde wieder auf, sah den Polarstern seiner Wünscheverschwunden und gerieth darüber in ein kleines Schre-cken ; doch das vorher bemerkte Lächeln und Danknickenschien ihm durch die vergrößernde Brille der Eigenliebeso wichtig und glückverkündend, daß er zum Anfängedamit zufrieden zu seyn beschloß. Er flog ins Kloster,mit der süßen Erwartung, bald einen Ruf in den Pa-last zu erhalten.
Und den erhielt er wirklich! Aber man höre, wiedas zuging.
Sylvester, der ihn bisher nicht aus den Augen ge-lassen hatte, sah ihn auf der Kanzel mit Schande be-stehen; doch die Ursache dieses angenehmen VvrfaUSwar dem Schadenfroh nicht klar, und er wollte undmußte sie wissen. Er kirrte deshalb Isidors Aufwärteran sich und forschte ihn aus. Urbau, ein unvorsich-tiger Plauderer, entdeckte ohne Bedenken alles, wasihm bekannt war, um sich nur seiner weisen Warnung