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Werke gehen," fuhr Isidor fort. „Es scheint mir deranständigste Weg, mich durch einen Brief bei der Her-zogin einzuführen."
Er wartete auf eine beifällige Antwort; doch Urbanblieb bei seiner stummen Geberdensprache.
„Ewiger Kopfschüttler!" fuhr Isidor auf. „Du kennstdie Weiber nicht! Mögen sie Königinnen oder Hirten-mädchen scpn, man läuft keine Gefahr, wenn man ih-nen sagt, daß sie schön sind. — Diele Gunslangel willich auch bei der Herzogin getrost auswersen und ihr un-gefähr in folgenden Ausdrücken schreiben: GnädigsteFrau, ich war heute auf der Kanzel so unglücklich, Ew.Hoheit Ohren z» beleidigen. Mich entschuldigt nichts,als daß ich durch den Wunderglanz Ihrer überirdischenSchönheit in das Irrgewinde meines Vortrags gerieth.Dieser Umstand erhebt meinen Fehler zu einer Tugend;doch bin ich so lange trostlos, vis ich unmittelbar ausIhren, Munde ein holdes Work der Begnadigung ver-nommen habe. — Nun, Freund Urban, was meinst du?Müßt' es nicht ein steinernes Weid seyn, das solchenSchmeicheleien widerstehen könnte? — Ich wette, daßich Zutritt erhalte, und dann gibt sich dqs Uebrige vonselbst." —
Urban schwieg verstockt. Isidor brüstete sich wiedervor dem Spiegel, forderte feines Papier und ermahnteden stummen Mönch, sich bereit zu halten, daß er denBrief, sobald er geschrieben sey, in den herzoglichen Pa-last tragen könne. .
„Sucht Euch einen andern Boten!" sprach Urba»mürrisch. „Ich danke für diesen Auftrag, wenn Ihrmich auch mit der päpstliche» Krone dafür belohnenkönntet."
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