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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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-OZ- 143 So-

daß er den jungen Ausschweifung scharf im Zügel hal-ten werde.

Sie begaben sich mit einander auf den Weg. DieKlosterpivrte war kaum hinter ihnen geschlossen, so öff-neten sie den Mund, um sich zu zanken. Diesen Zeit-vertreib setzten sie bis Madriv fort. Isidor sprach undscherzte mit jedem artigen Mädchen, das ihnen vegeg-^ nele. Der finstere Hofmeister schalt darüber. Ec ward,

wie billig, verlacht und verspottet. Das verdroß ihn;er trotzte auf die ihm übertragene Gewalt, und unter-stand sich einst sogar, seinen Untergebene» wie ein zor-niger Schulmeister auf die Finger zu klopsen, als ereben die blühenden Wangen einer jungen Dirne liebko-send berühren wollte. Der dadurch gestörte zärtlicheWangemehlag verwandelte sich nun in einen schmettern-den Backenstreich, den der Menior empfing. Die Folgewar ein Handgemenge, in welchem Isidor die Oberhandgewann. Der Besiegte schwor in seinem Herzen, sichnachdrücklich z» rächen.

Zn dieser Stmunung kamen sie nach Madrid, kehr-ten in jenem Kloster ein, bezogen jedoch abgesonderteZellen, weil sie sich nicht beiiammen vertragen konnten.Dieser Trennung ungeachtet fuhr Sylvester fort, seinAufseheramt »ach Möglichkeit zu vermalten.

Er setzte vor allen Dingen einen hämischen Klagebe-richt an den Guardian ans. Aber die nächsten Tagelieferten seiner Feder keinen neuen Giftstoff. Isidor,mit Ausarbeitung einer Predigt beschäftigt, hielt sicheingezogcn in seiner Zelle, und bestieg bald darauf dieKanzel.

Der Ruf seiner Beredtsamkeit war ihm vorangegan-gcn und hatte die Kirche gefüllt. Man versprach sich