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des Herrn von Waidling gegründete Warnung belauschthatte, mit den beiden Landstreicherinncn die Flucht er-griffen. Doch ich hoffe, wir wollen die saubere Gesell-schaft noch einholen. Ich werde stracks zur Obrigkeitgehen und Steckbriefe ausfertigen lassen."
„Nein, das will ich durchaus nicht!" rief der Baron./,Ich schenke der Treulosen das mir abgelistete Gold, dasich bei meinen übrigen Vermögensumstände» vergessenkann. Ach, könnt' ich nur sie auch vergessen!" —
Er bedeckte seine nassen Augen. Der Gastwirt!) ver-ließ ihn und zeigte trotz des Verbotes den Vorfall an.Der Polizeidirector fand vor allen Dingen für »öthig,die Gewißheit des Raubes zu erörtern und deßhalb derGeflüchteten Wohnung zu untersuchen. Hierzu wardder Baron eingeladem Er schalt, daß der Wirth sei-nem Willen cntgegengehandelt hatte, ging aber mit.Man öffnete die Zimmer; er stürzte voran nach derSchatzkammer und jauchzte: „Da steh» ja die Geldsäckenoch!"— Sie wurden entsiegelt; man fand Steine undSand; das Gold war verschwunden. — Der Einrededes Barons ungeachtet flogen nun Steckbriefe nach al-len Weltgegcnden aus; sie fruchteten aber nichts, alsdaß aus mehrern großen Städten die Nachricht einlief:die vorgebliche Frau von Riedau habe auch dort schonunter andern Name» ähnliche Streiche gespielt. — Der.falsche Cagliostro war nicht zu entdecken.
Und so hatte denn unser Baron in der Hauptstadtnichts mehr zu schaffen. Er begab sich, in Scham ge-hüllt, auf sein Landgut zurück, und rühmte sich hinfortseiner Klugheit nicht weiter.
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