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wollte. Diese tantalische Folter stand der lauerndenMißgunst auch weiter bevor, indem Antonie und ihreMutter bei der Heimfahrt den werthen Hausfreund er-suchten , sie des folgenden Tages wieder ins Schauspielzu begleiten und nachher bei ihnen zu Abend zu speisen.
Nur ein unempfindlicher Klotz hätte sich jetzt auf dieseherrlichen Keime und Blürhen der Liebe Hinstrecke» undschlafen können. Unser alter Herr, dessen Herz nochso jung war, vermochte das nicht. Er lagerte sichzwar, aber seine Phantasie bettete Antonien neben ihn,und^r umarmte und herzte die ganze Nacht hindurchsein Hauptkissen. Erst am Morgen befiel ihn ein leich-ter Schlummer, den nach kurzer Dauer ein Gezänk vorseiner Thüre unterbrach. Kauz stritt mit einem Frem-den, der ungemeldet ins herrschaftliche Schlafgemacheindringcn wollte, und auch bald nach thätlicher Ueber-wältigung des widerstrebenden Dieners fluchend hinein-stürmte. „Donner und Hagel, Baron!" schrie er:»Ihr scyd in der Residenz so vornehm geworden, daßIhr sogar eine Leibwache vor Eure Thür stellt! Aberich warf den Kerl wie einen Frosch zu Winkel, umEuch ohne lange Ceremonie» einen guten Morgen zubieten." —
»Ei, wo kommen Sie denn her?" sagte, die Augenreibend, der Baron mit einem verdrießlichen Tone; denndurch Antoniens Flötenstimme und Sanftheit verwöhnt,fiel ihm das rauhe, ungehobelte Wesen seines Land- undFeldnachbars sehr widrig auf.
Herr von Waidling war einer der Geldbedürftigen,die sich von der Erbschaft ein Darlehn ausgebcten hat-ten, und gestand ohne Hehl: er habe sich aufgemacht.