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wissend und trug die Bitte vor: ihm durch Verwahrungder viertau end Goldstücke eine außerordentliche Gefäl-ligkeit zu erzeigen. Er packte zugleich einen Theil da-von aus seinen geraumen Taschen aus und rief denLohnbevienten, der mit dem Rest beladen war, aus demVorzimmer herein. Frau von Niedau dankte für seinVertrauen, weigerte sich aber höflich, das Geld zu übcr-nebmcn, weil sie schon, wie sie sagte, wegen ihrer eige-nen Baarschaft vor Dieben in Sorgen sey. Er ließ sichjedoch nicht abwesie» , sonder» bat und flehte so lange,bis sie etwas verdrießlich sagte: „Sie sind ei» hart-näckiger Quälgeist, dem ich nachgeben muß, um nurRuhe zu haben. Kommen Sie, legen Sie selbst IhrGeld in mein Schatzkämmerleiu, und bitten Sie denHimmel, daß er keinen Lips Tullian bei mir cinvrecheulasse." — Hiermit führte sie ihn in ein kleines Neben-gemach, wo auf einigen Tischen große versiegelte Geld-säcke herumstanden. Diewn gewaltigen Riesen legte erseine Zwergrollen mit Ehrfurcht zu Füßen.
Indessen war cs Mittag geworden. Er griff nachdem Hute, um sich heim zu verfügen. Aber Frau vonNiedau zog ihn zur Tafel; der Glückliche saß an An-toniens Seite, und ihr liebevolles Betragen gab denkunstlosen Speisen, die man ihm auftischte, den Hoch-geschmack einer Götterkost. Welcher selige Tag! Ihnkrönte ein öffentlicher Triumph. Die Damen entschlos-sen sich, das seit vierzehn Tagen vermiedene Schauspielwieder zu besuchen; sie boten dem Baron einen Platzin ihrer Loge an, und Antonie bezeigte sich währendder Vorstellung so hold und traulich gegen ihn, daß diegesammte gegenwärtige Männerwelt ihre Opernguckerauf das zärtliche Paar richtete und vor Neid bersten