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Schranke unberührt stehen, bis Sie es durch Ihren Be-dienten abholen lassen."
Es war natürlich, daß Kauz mit diesem Gange ver-schont blieb. Dagegen mußte er von seinem unmuthi-gen Herrn manchen Vorwurf über den Grafen Caglio-stro erdulden. „Wenn dieser Phantast," sagte der Baron,„die Herze» der Menschen so am Zügel hat, wie er sichrühmt: warum lenkt er sie nicht zu meinem Besten?— Auch soll er mir, einem klugen Manne, nicht weiß-machen, daß sein Astorat geredet habe. Nein, es warder Herr Graf selbst, der, wie ein Marionettenspieler,zwei Rollen sprach. Darum wurden die Lichter ausge-löscht; aber ich sah deutlich, daß Astorat nicht die Lip-pen bewegte."
„Sollte wohl ein Geist körperlicher Werkzeuge zumSprechen bedürfen?" entgegnet Kauz.
Dieser Einwand führte den Baron ins rechte Geleisdes Glaubens an Cagliostro zurück, und in der bestimm-ten Mitternachtstunde begab er sich, von seinem treuenDiener begleitet, wieder zum Grafen.
„Ihr erfrecht Euch also doch, vor meinem Angesichtezu erscheinen?" fuhr der Wunderthälec auf ihn los.„Glaubt Ihr vielleicht, ich wisse nicht, daß Ihr vonmir afterredet und mich für einen Gaukler erklärt? —Meine Geister haben mir davon Anzeige gethan."
Der Baron erbebte, und entschuldigte sich mit demWahnsinn der Liebe.
„In dieser Rücksicht verzeih' ich Euch," sagte derGraf. „Auch sollen heute die Lichter ungelöscht blei-ben, damit Ihr, indem sich Astarots Stimme hörenläßt, meinen Mund beobachten könnt, ob Ich der Spre-chende bin."