„O ja! — wenn es Ew. Hochweisheit erlauben,"stotterte der furchtsame Baron.
„Also zur Sache!" sagte Cagliostro, „Ihr liebt! —Kennt Ihr die Schicksale Eurer Geliebten?" —
„Nein, Herr Graf!" —
„Wünscht Ihr darüber Aufklärung zu erhalten?" —
„Ja, Herr Graf!" —
„Geht hin, verriegelt die Thür, damit uns Niemandstöre!" —
Kauz vollstreckte den Befehl. Cs war außer ihm undLen beiden Herren Niemand im Zimmer. Der Grafwirthschaftete unter den Zaubcrgcräthen, und nachdemer zum Schrecken des Barons die vor ihm stehendenzwei Lichter ausgelöscht hatte und das Zimmer nun sofinster war, daß man nicht die Hand vor den Augensehen konnte, rief er mit starker Stimme: „Astarot! —Astarot, erscheine!" —
Plötzlich erhellte sich ihm gegenüber die Wand, undein kleiner schwarzer Kobold gaukelte auf diesem Licht-selde herum.
„Sey ruhig und beantworte die Fragen, die ich dirvorlegcn werde!" —
Der Kobold stand aufmerksam still, wie ein Schülervor seinem Lehrer.
„Hast du Kcnntniß von dem Fräulein, das gegenwär-tiger Freiherr von Hall liebt?" —
„Ja, Meister!" sprach eine dumpfe, doch sehr ver-nehmliche Stimme.
„Wie heißt das Fräulein?" —
„Antonie von Riedau." —
„Sag' an, was weißt du von ihr?" —
„Antonie von Riedau ist die Tochter eines Obersten,