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Doch der Mäzen muß schweigen, wenn die Liebe gebie-tet. Der Baron setzte seinen Wanderstab getrost aufPfauenseld zu, und war nach einer dreistündigen heißenPilgerschaft so glücklich, die Dorfinark zu erreichen.
An den ersten Häusern ließ er sich die Stiefeln sorg-fältig abstäuben und eilte dann nach dem Gasthause,wo er das schone Fräulein und eine gute Mahlzeit zufinden hoffte. Zwanzig Schritte davon rollte ihm einWagen entgegen. Die Damen, die er suchte, saßen darinund fuhren leider schon wieder im schnellsten Trabe nachder Stadt zurück. Erschrocken sprang er aus die Seite,machte einen ungeheuren Bückling, erhielt dafür einenachlässige, kalte, sogar Befremdung ausdrückende Kops-neigung und sah einige Minuten wie versteinert des Wa-gens Staubwolken nach.
Kauz, der hungrig und müde war, ärgerte sich selbstüber diese Heimfahrt; denn er besorgte, daß sein ver-liebter Herr nun sogleich den Rückweg wieder unter dieFüße nehme» würbe. Er rühmte daher, um ihn aufandere Gedanken zu bringen, die Trefflichkeit der Kücheund des Kellers im Gasthause, und erinnerte an denhohen Entschluß, den von der Hundswuth befallenenKranken mit ungebrannter Asche zu arzneicn. Aber wietaub rannte der Baron hin an den Gasthof, wo er ei-nige angespannte Kutschen stehen sah, und rief mit lau-ter Stimme: „Wer einen Louisd'or verdienen will, fahremich schnell nach der Stadt!" — Es entstand ein all-gemeines Wagenrennen »ach ihm hin; er warf sich indie nächste Kalesche und kam binnen einer Stunde mitdampfenden Pferden vor dem Komödienhause an.
Das Schauspiel hatte schon begonnen; er glaubte fe-stiglich, das entflohene Vögelein im Käfig der Loge zu