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mit ihm verwandt; wir haben uns aber nie von An-gesicht gesehen. Dessen ungeachtet war ich mit seinenSchwächen vertrant und behandelte ihn, wie er be-handelt seyn wollte. Er liebte das Geld; jeder er-sparte Pfennig machte ihm Freude. Ueberdieß that esihm wohl, wenn man seiner vormaligen Heldeuthaten,so zweifelhaft sie auch waren, schmeichelnd erwähnte.Ich schickte ihm daher von Zeit zu Zeit Hühner, Gänse,Hasen und Rehe, und ermangelte dabei nie, i» meinemSendschreiben mit langen und breiten Worten zu wün-schen: daß die Vorsehung unserm Vaterlande seinentapfersten Verthcidiger noch lange erhalten möge. —Das gefiel dem alten Degen. Ich empfing von ihmnach jeder Küchenlieferung einen zwar unfrankirtcn, aberhöflichen Dankbrief, worin er mir immer mit vorsichtigabgewogenen Ausdrücke» zu verstehen gab, daß er amRande seines Grabes meiner bestens gedenken wolle.Und er hielt Wort, der ehrliche Mann. Sein letzterWille bestimmte mir zwanzigtausend Thaler in Golde,die vermuthlich schon zur Hebung bereit liegen."
Die Gesellschaft jubelte laut und wünschte Glück.Einige, die sich im Nu entschlossen, ihn um ein Dar-lehn zu ersuchen, erhoben sich sogar von den Stühlenund verbeugten sich tief. Alle insgesammt nannten ihnfeierlich Herr Baron, anstatt daß man ihn sonstohne Umstände nur Herr von Hall zu nennen pflegte.Kurz, Verehrung und Liebe drängten sich ihm von allenSeiten entgegen. Aber einstimmig widerriethen ihmseine theilnehmenden Freunde, die beschlossene Reise.„DieHauptstadt ist voll Schlangen und Füchse;" sagtensie. „Ein so argloser und zutraulicher Man», wie derHerr Baron, ist dort den größte» Gefahren ausgesctzt."
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