Der kluge Mann.
Baron Hall, dessen ländlicher Wohnsitz eben keinTempel der Gastfreundschaft war, ließ eines Tages alleseine Nachbarn vom Ritterstande zu einem Mittags-mahl einiaden. Sie erschienen zahlreich, fanden dieTafel trefflich bestellt, aßen und tranken vergnügt, undgrübelten im Stillen, was dieses ungewöhnliche Festbedeute. Das erfuhren sic beim Nachtisch, indem ihnenjetzt der Wirkh erklärte: er habe sie bei sich versam-melt, »m aus einige Zeit von ihnen Abschied zu nehmen.
Alle Augen der Tafelrunde vergrößerten sich; denneine Reue, die sich über die nächsten Marktflecken hin-aus erstreckte, war bei unser», Reichsfreiherrn etwasganz Unerhörtes. Das Erstaunen der Gäste wuchs,als er ihnen eröffnetc: er begebe sich in die Hauptstadt,um eine Erbschaft zu heben.
„Diele Bereicherung" — setzte er mit selbstzufriede-nem Lächeln hinzu — „verdanke ich, ohne Ruhm zumelden, dem Bischen Klugheit, das ich besitze. Ichweiß nicht, ob einer von Ihnen den alten OberstenRaufberg gekannt hat. Ich war von mütterlicher Seite