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„Schrciben Sie in Gottes Namen, was der Thorbegehrt!" fiel Herr Asten ein. „Er hat mir meine Ein-willigung abgetrotzt; das Mädchen soll übrigens gutund rechtschaffen seyn. Ich begreife nur nicht, was diearmseligen Menschen einander zusichern wollen, da ichmeinem Sohn Enterbung angekündigt habe." —
„Enterbung?" fragte der Rcchtsgclehrte in einem lang-gezogenen Tone. „Sie haben in die Heirath gewilligt— des Mädchens Ruf ist unbescholten — und dennochEnterbung? — Dieser Entschluß dürfte wohl bei jenenUmständen von den Gesetzen für ungültig erklärt wer-den." —
„Pah! pah! der Reiche macht sich seine Gesetzeselbst." —
„Streiten wir darüber nicht, mein theuerster Gönner!"sagte der Notar. „Mir ist's genug, daß Sie die Ab-schließnng des Heirathsvertrages erlauben. Unter dieserVoraussetzung habe ich das junge Paar heute Nach-mittags um vier Uhr zu mir beschicden." —
„Zu Gottes Namen!" rief Herr Asten, und der Notarempfahl sich.
Die kurzen Entscheidungsgründe, die der Jurist gegendie vorhabende Enterbung angeführt hatte, versenktenJenen in ein langes Nachdenken. Er ging zu einemandern Rechtsfreunde, trug ihm den Fall vor, underhielt gleichen Bescheid. „Hm! hm!" sprach er zu sichauf dem Heimwege; „ich habe mich also in einer un-auflöslichen Schlinge gefangen! Ich kann als ehrlicherMann mein Jawort nicht zurücknehmen; und alleswohl überlegt, möchl' ich selbst die Närrin Doris nichtheirathen. Die Malerslochtcr hingegen lobt Jeder, der >sie kennt. — O, wäre sie nur nicht so arm! — Aber