IN ein Feuer, als in die Arme des Frauenzimmers, dasSie mir aufdringen wollen." —
„Wunderlicher Mensch!" oersetzte der Vater mit er-zwungener Kälte. „Du geberdest dich, als wäre voneinem Drachen die Rede!" —
„Es ist nicht möglich; ich kann mein Herz nichttheilen;" fuhr Ferdinand fort. „O, hätten Sie dochmeinen heutigen Brief gelesen! Ec enthielt ein Ge-ständnis!, das ich Ihnen nicht länger oerschweigen kann.Ich liebe ein tugendhaftes Mädchen; die arme Tochtereines verstorbenen Malers; Luise Baumgartcn ist ihrName." —
Der Alte geriekh außer sich. Eine arme Schwieger-tochter war ihm ein verhaßter, ein unerträglicher Ge-danke. Ferdinand hielt standhaft, doch mit unverletzterAchtung gegen seinen Vater, den Sturm aus und wanktenicht. Herr Asten mußte sich allein und ohne etwasausgerichtet zu haben, zur Gesellschaft zurückbegeben.Er brachte vor der Thüre des Berfammlungssaalesseine verstörten Gesichtszüge so viel als möglich wiederin Ordnung, trat mit erkünstelter Unbefangenheit hin-ein und sagte: „Meine Damen und Herren, ich mußdie Abwesenheit meines Sohnes bei Ihnen entschuldigen.Der junge Sausewind hat sich bei einem Spazierritte,den er am heutigen Morgen in zu leichter Kleidunggemacht hat, eine Verkältung zugezogeu, die ihn wohlnöthigen wird, einige Tage das Bett zu hüten.
Mit tragischen Worten und Geberdc» legte die ganzeGesellschaft ihr Bedauern an den Tag, und Doris-Gurli flog sogar mit einem lauten Schrei nach derThurc, um den Kranken zu besuchen. Aber ihr Vaterereilte und führte sie mit einem verdrießlichen Gesichte