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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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llem langen, arbeitsamen Leben gegen tausend Ehe-zärt er * entworfen, ohne eben dadurch viel zärt-liche Ehen zu stiften. Doch seine Schuld war es nicht,daß bisweilen die von ihm verfaßten Bundesverträgeeinen ewigen Hauskrieg zur Folge hatte». Er schrieb,was man verlangte; kein Iota zu viel oder zu wenig.Mit dieser Pünktlichkeit hatte er auch de» Auftrag derHerren Asten und Olfen vollzogen, und überbrachtejetzt die gefertigte Schrift, die in einer großen Papier-rolle aus der Tasche seines breiten Ehrenkleides hervor-ragke.

Die Gesellschaft setzte sich i» bunter Reihe um einemit Erfrischunge» beladene runde Tafel. Diesem glän-zenden Bogen fehlte nur noch der Schlußstein derBräutigam. Er kam nicht. Unruhig blickte Herr Astenoft nach der Thüre, stand endlich auf und eilte mitstarken Schritten in's Hinterhaus, wo sein Sohn einpaar Zimmer bewohnte, und jetzt in häuslicher Klei-dung, den Kopf auf den Arm gestützt, in einem Sorge-stuhle saß.

Nun, was heißt das? Warum kommst du nicht?"polterte der Vater.Die Braut ist da, der Notar istda, der Kontrakt ist fertig!"

Ich kann ihn nicht unterschreiben;" sagte Ferdinandmit weicher, wehmüthiger Stimme.Vater, ich be-schwöre Sie, stehen Sie von dieser Forderung ab,zwingen Sie mich nicht, Ihnen öffentlich in dieserSache den willigen Gehorsam zu verweigern, den Siein allen ander» Fällen ohne Ausnahme von mir erwar-te» können. Ich stürze mich auf Ihren Wink lieber

- C'he zarter ober Ehezarter, eine iwch an vielenOrien gewöhnliche Benennung der C'hcstifkungs-Urkunde.