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llem langen, arbeitsamen Leben gegen tausend Ehe-zärt er * entworfen, ohne eben dadurch viel zärt-liche Ehen zu stiften. Doch seine Schuld war es nicht,daß bisweilen die von ihm verfaßten Bundesverträgeeinen ewigen Hauskrieg zur Folge hatte». Er schrieb,was man verlangte; kein Iota zu viel oder zu wenig.Mit dieser Pünktlichkeit hatte er auch de» Auftrag derHerren Asten und Olfen vollzogen, und überbrachtejetzt die gefertigte Schrift, die in einer großen Papier-rolle aus der Tasche seines breiten Ehrenkleides hervor-ragke.
Die Gesellschaft setzte sich i» bunter Reihe um einemit Erfrischunge» beladene runde Tafel. Diesem glän-zenden Bogen fehlte nur noch der Schlußstein — derBräutigam. Er kam nicht. Unruhig blickte Herr Astenoft nach der Thüre, stand endlich auf und eilte mitstarken Schritten in's Hinterhaus, wo sein Sohn einpaar Zimmer bewohnte, und jetzt in häuslicher Klei-dung, den Kopf auf den Arm gestützt, in einem Sorge-stuhle saß.
„Nun, was heißt das? Warum kommst du nicht?"polterte der Vater. „Die Braut ist da, der Notar istda, der Kontrakt ist fertig!" —
„Ich kann ihn nicht unterschreiben;" sagte Ferdinandmit weicher, wehmüthiger Stimme. „Vater, ich be-schwöre Sie, stehen Sie von dieser Forderung ab,zwingen Sie mich nicht, Ihnen öffentlich in dieserSache den willigen Gehorsam zu verweigern, den Siein allen ander» Fällen ohne Ausnahme von mir erwar-te» können. Ich stürze mich auf Ihren Wink lieber
- C'he zarter ober Ehezarter, eine iwch an vielenOrien gewöhnliche Benennung der C'hcstifkungs-Urkunde.